Gefäßoperation bei Impotenz

operationPotenzmittel in Form von Viagra oder anderen Tabletten können zahlreichen Männern dabei helfen, die vorhandenen Erektionsprobleme zu beseitigen. Auf der anderen Seite gibt es jedoch ebenso einige Betroffene, bei denen derartige Behandlungsmaßnahmen nicht mehr ausreichen. In wenigen Fällen müssen daher chirurgische Maßnahmen zum Einsatz kommen, wie zum Beispiel Gefäßoperationen.

Diese Form der Behandlung ist insbesondere dann eine gute Wahl, wenn entweder ein mangelhafter Blutzufluss oder ein zu schneller Abfluss aus den Schwellkörpern diagnostiziert wurde.

Wichtig ist zu beachten, dass derartige chirurgische Maßnahmen stets das letzte Mittel sein sollten, welches nur unter der Voraussetzung genutzt wird, dass alle anderen Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben.

Wann kommen Gefäßoperationen zum Einsatz?

Ein chirurgischer Eingriff in Form der Gefäßoperation ist nur unter der Voraussetzung sinnvoll, dass eindeutig Störungen im Bereich der Penisgefäße vorliegen. Es gibt im Wesentlichen zwei Gesundheitsstörungen, die in dem Zusammenhang auftreten können. Dabei handelt sich einerseits um die venöse Insuffizienz und zum anderen um verkalkte Arterien.

Die venöse Insuffizienz beinhaltet, dass einzelne Venen entweder falsch verlaufen oder sich nicht wie vorgesehen schließen können. Eine mögliche Folge ist dann die erektile Dysfunktion, die sich durch eine Gefäßoperation teilweise dauerhaft beseitigen lässt.

In diesem Fall hat der Chirurg die Aufgabe, die betroffenen Blutgefäße operativ zu blockieren. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass eine zu große Menge an Blut aus den Schwellkörpern strömt.

Das Problem bei dieser Operationsmethode besteht allerdings darin, dass statistisch betrachtet weniger als die Hälfte der betroffenen Patienten ihre Potenzfähigkeit innerhalb der ersten zwölf Monate wieder zurück erhalten. Aus dem Grund kommt diese Behandlungsmethode nur vergleichsweise selten zum Einsatz.

Während das Problem bei der venösen Insuffizienz der zu schnelle Blutabfluss ist, beinhalten die verkalkten Arterien, dass zu wenig Blut in den Penis fließen kann. Demzufolge besteht bei der Operation die Aufgabe darin, den betroffenen Gefäßbereich hinter der entstandenen Engstelle mit einer anderen Arterie zu verknüpfen, sodass ein ausreichender Blutzufluss gewährleistet werden kann.

Allerdings hat auch diese Operationsmethode einen gravierenden Nachteil, der darin besteht, dass der auf diese Weise geschaffene Bypass sich nicht selten einige Zeit nach der Operation wieder verschließt. Daher ist es zwischen 24 und 36 Monaten nach der OP so, dass nur noch etwas mehr als die Hälfte der Patienten tatsächlich von dem durchgeführten Eingriff profitieren können.

Schwellkörperimplantate als bevorzugte Alternative

Da die Erfolgsaussichten bei Gefäßoperationen im Durchschnitt betrachtet nur etwa 50 Prozent betragen, werden diese chirurgischen Eingriffe heutzutage immer seltener durchgeführt. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass es mit den modernen Schwellkörperimplantaten mittlerweile eine gute Alternative gibt. Bei diesem Eingriff setzt der Chirurg zwei Zylinder ein, welche die natürlichen Schwellkörper ersetzen.

In Verbindung mit einer Pumpe kann der Patient dann dafür sorgen, dass die künstlichen Schwellkörper ausreichend mit Flüssigkeit gefüllt werden, sodass auf diese Weise eine ausreichende Erektion erzeugt werden kann. Welche Behandlungsmethode letztendlich die beste ist, sollten Sie stets mit Ihrem Arzt besprechen.

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