Schwellkörper-Implantat gegen Potenzprobleme

schwellkoerper-implantatDie meisten Männer, die unter Potenzproblemen leiden, können mit oralen oder mechanischen Potenzmitteln wirksam behandelt werden. Es gibt jedoch eine kleine Anzahl von Betroffenen, bei denen alle konventionellen Behandlungsmethoden nicht zum gewünschten Erfolg führen.

In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, über sogenannte Schwellkörperimplantate nachzudenken, die auch als Penisimplantate bezeichnet werden. Mittels einer Operation wird dafür gesorgt, dass wieder eine ausreichende Erektion stattfinden kann.

Die dazu eingesetzten Implantate werden in zwei Gruppen unterteilt, nämlich in biegsame und aufpumpbare Modelle.

Die Eigenschaften der biegsamen Schwellkörperimplantate

Die biegsamen Schwellkörperimplantate werden auch als semi-rigide Modelle bezeichnet. Männer haben in diesem Fall die Möglichkeit, den Penis während sexueller Aktivitäten entweder in eine waagerechte oder in eine etwas gehobene Stellung zu bewegen. Es ist in dem Zusammenhang nicht möglich, die Ausdehnung der Implantate zu verändern. Dies bedeutet auch, dass sich weder Länge noch Größe des Penis verändern, sodass dieser sowohl im „aktiven“ als auch im Ruhezustand identisch ist. Dies ist leider ein gravierender Nachteil der biegsamen Modelle, denn der Penis ist somit insbesondere bei enger Kleidung selbst im Ruhezustand leicht zu bemerken. Vorteilhaft an den biegsamen Modellen ist hingegen die relativ einfache Operation.

Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit eines Versagens dieser Modelle aufgrund der einfach gehaltenen Konstruktion vergleichsweise gering. Im Vergleich zu den aufpumpbaren Modellen werden die biegsamen Schwellkörperimplantate allerdings heute nur noch relativ selten eingesetzt.

Die hydraulischen Penisimplantate

Heutzutage kommen in den weitaus meisten Fällen die aufpumpbaren Penisimplantate zum Einsatz, die auch als hydraulische Modelle bezeichnet werden. Diese Varianten werden ebenfalls mittels einer Operation implantiert und bestehen aus zwei Zylindern, welche in die Schwellkörper eingebracht werden. Darüber hinaus wird eine Pumpe in den Hodensack eingesetzt. Als dritter Bestandteil dieser Modelle platziert der Chirurg ein Flüssigkeitsreservoir in den Bauchraum. Von Impotenz oder Erektionsstörungen betroffene Männer haben in der Folge die Möglichkeit, die Flüssigkeit mittels der Pumpe aus dem vorhandenen Reservoir in die beiden Zylinder zu befördern, sodass eine Erektion erfolgen kann.

Bei den aufpumpbaren Schwellkörperimplantaten ist es so, dass sich der Penis vom Umfang und teilweise auch von der Länge her vergrößert. Nach dem Verkehr haben die Patienten somit die Möglichkeit, ihr Geschlechtsorgan durch ein Ventil wieder zu verkleinern. Der wesentliche Vorteil der hydraulischen Schwellkörperimplantate besteht darin, dass eine natürliche Erektion sehr gut kopiert werden kann. Es gibt allerdings auch zwei Nachteile, die im Vergleich zu den biegsamen Modellen beachtet werden müssen.

Zum einen ist die Wahrscheinlichkeit von technischen Problemen aufgrund der komplexen Variante größer. Zum anderen handelt es sich um eine deutlich aufwändigere Operation, sodass der Operateur größere Erfahrungen benötigt. Dennoch sind die Vorteile der hydraulischen Implantate in der Summe im Vergleich zu den biegsamen Alternativen so groß, dass diese Varianten heutzutage standardmäßig zum Einsatz kommen.

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