Psychische Hilfe bei erektiler Dysfunktion

In vielen Fällen sind es keine körperlichen Ursachen, die zu Impotenz und Potenzstörungen führen. Stattdessen ist es insbesondere bei jüngeren Männern so, dass häufig psychische Probleme existieren, die letztendlich dazu führen, dass keine ausreichende Erektion mehr vorhanden ist. Zu diesen Faktoren gehören beispielsweise Versagensängste, Stress, Depressionen oder Partnerschaftsprobleme.

In diesen Fällen ist eine medikamentöse Therapie, beispielsweise mit Viagra, weniger geeignet. Stattdessen sollten die betroffenen Männer psychologische Hilfe in Anspruch nehmen, beispielsweise in Form einer Psychotherapie oder einer Sexualberatung. Darüber hinaus kann auch die Selbsthilfe ein Mittel sein, um die Potenzprobleme zu beseitigen.

Welche Ursachen für psychische Probleme gibt es?

Es gibt ein breites Spektrum an möglichen Ursachen, die letztendlich zu psychischen Problemen führen und sich durchaus negativ auf die Potenz des Mannes auswirken können. Zu nennen sind hier in erster Linie Versagensängste, Stress, Depressionen, Partnerschaftsprobleme und auch Minderwertigkeitsgefühle können zu erheblichen Problemen führen. Bei den Versagensängsten ist es so, dass diese meistens dann entstehen, wenn während des Verkehrs mehrmals keine ausreichende Erektion erreicht wurde. Selbst wenn die dafür verantwortlichen Ursachen harmloser Natur sind, steigern sich manche Männer in das Gefühl der Angst hinein, dass es auch zukünftig beim Sex nicht richtig funktionieren könnte. Es entwickelt sich in diesem Fall eine Art Teufelskreis, der nicht ganz einfach zu durchbrechen ist.

Allgemeine Depressionen und Stress haben ebenfalls einen negativen Einfluss auf die Erektionsfähigkeit. Hier ist es oftmals schon hilfreich, sich bewusst zu entspannen und die Stressfaktoren zumindest aus dem Privat- und Sexualleben zu beseitigen. Bei allen psychischen Ursachen können darüber hinaus Gespräche mit Bekannten oder sonstigen Personen sehr hilfreich sein.

Professionelle Hilfe oder Selbsthilfe?

Bei psychischen Problemen, die zu Erektionsstörungen führen, muss keineswegs immer sofort professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. Sicherlich ist eine Psychotherapie, die von einem geeigneten Therapeuten durchgeführt wird, ebenfalls ein gutes Hilfsmittel. Häufig reicht die Selbsthilfe gerade in den Anfängen aus. Eine derartige Hilfe kann beispielsweise darin bestehen, dass sich die Betroffenen mit einer vertrauten Person über die eigenen Probleme unterhalten.

Für sehr wichtig halten Experten in dem Zusammenhang auch das Gespräch mit der Partnerin, die natürlich über die vorhandenen Probleme Bescheid wissen sollte. Allerdings fällt es vielen Paaren schwer, insbesondere über sexuelle Probleme zu sprechen, sodass es letztendlich doch sinnvoll sein kann, eine gemeinschaftliche Sexualtherapie oder Sexualberatung in Anspruch zu nehmen.

Hilfreiche Fragen beim Gespräch mit dem Partner

Wie zuvor kurz erwähnt, fällt es insbesondere Ehepartnern oftmals schwer, über sexuelle Probleme zu sprechen. Daher haben Experten einige Denkanstöße entwickelt, die den Einstieg in ein solches Gespräch erleichtern können. Diese Fragen sollte sich vor allem der betroffene Mann stellen, denn die Antworten daraus geben bereits zahlreiche Hinweise auf die aktuelle Situation. Zu den möglichen Fragen gehören zum Beispiel:

– Fehlt etwas in der Beziehung?
– Welche Konflikte gibt es und können diese geklärt werden?
– Respektiert mein Partner mich?
– Was vermisse ich beim Sex?
– Widmet mir mein Partner noch ausreichend Zeit?
– Hört mir mein Partner noch zu?

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